Archiv für Oktober 2010

Recap zur Social Media Conference in München 1. Tag

Social Media Conference MünchenLeider konnte ich heute erst am Nachmittag an der Social Media Conference teilnehmen und somit an den Vorträgen am Vormittag nicht teilnehmen. Zum Glück bietet die Social Media Conference über deren Facebook-Seite jedoch einen Livestream zumindest einiger Vorträge an und somit konnte ich am Vormittag dem wirklich sehr interessanten und auch kurzweilig vorgetragenen Vortrag von Benjamin Loos verfolgen, der auch auf sehr anschauliche Art und Weise präsentierte, wie man anschaulich demonstrieren kann auf gleicher Augenhöhe mit dem Kunden zu kommunizieren, indem er einfach seinen Schlips und Anzug auszog, um dann in Jeans und Hemd über das Thema Markenführung im Social Web zu sprechen. Grundtenor des Vortrags war die Marke so zu kommunizieren, dass man diese nicht nur an Augenscheinlichem wie einem Logo transportiert sondern eben auch, wie man als Unternehmen mit seinen Kunden kommuniziert. Und eben hier gilt das Hauptaugenmerk in der Art und Weise wie die Kommunikation im Social Web z.B. auf Facebook stattfinden. Eben nicht nur unidirektional sondern zum einen bidirektional zwischen Kunde und Unternehmen, aber eben auch gerade zwischen Kunden selbst.

Der Auftakt von BMW zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation versprach jedoch ein sehr interessanter Nachmittag zu werden. Sehr anschaulich wurden Beispiele der Unternehmenskommunikation innerhalb von Facebook gezeigt die z.B. gerade im Jobbereich sehr interessant sind. Hier bildet BMW in ihrem Facebook-Channel eine eigene Jobsuche ab und verzweigt dann erst auf die Corporate-Seite. Klare Aussage von BMW Ansprechpartner Tino Kuehnel zuständig für den Bereich Marketing Innovations – Social Media, war, dass das Generieren von Traffic zunächst hinter der Kommuniktion mit dem Kunden ansteht.

Den Abschluss vor der Kaffeepause bildete Michael Gebert von marketing society und Mitgründer der Tweetakademie, mit seinem Vortrag über „Hyper Local Marketing Best Practices: Foursquare und Co. erfolgreich nutzen“. Er berichtete zunächst darüber welche Dienste es momentan aktuell gibt, die schon am Markt tätig sind und vor allen Dingen wie diese aufgestellt sind. So konnten die meisten Unternehmen mit relativ geringer Mitarbeiterzahl zum Teil erhebliche Summen an Venture-Kapital akquirieren. Foursquare hat mit einer Mitarbeiterzahl von derzeit 24 zum Beispiel ein Kapitalvolumen von über 25 Mio. US-Dollar. Mit dieser Summe an Kapital, kann man natürlich schon mal einiges bewegen. Es wurde weiter darüber berichtet welche Kampagnen hier schon in Deutschland über Foursquare lanciert wurden, so konnte z.B. Lufthansa über die Dauer des Oktoberfests ca. 250.000 Foursquare Logins verbuchen, um so über verschiedene Festzelte hinweg die User dazu zu bewegen sich einzuloggen, um einen sogenannten Foursquare Batch zu erhalten. Andere Kampagnen von Starbucks oder Bravo.TV waren ähnlich interessant, einfach um zu sehen, wieviele Leute dazu bewegt werden können sich über eine gewisse Strecke mit der Foursquare App lokalisieren zu lassen. Hier spielt natürlich immer noch der Datenschutz eine beachtliche Rolle, da ja meines Wissens auch nicht sichergestellt ist, was Foursquare speichert oder eben auch nicht.

Morgen geht es sicherlich ähnlich interessant zur Sache. Der erste Eindruck der Konferenz ist ganz gut, noch sehr überschaubar und vor allen Dingen sei den Caterer ein großes Lob ausgesprochen. Das Buffet war wirklich sehr lecker 😉

Ein kleiner, wenn auch durchaus markanter Minuspunkt sei erwähnt. Um über Social Media in realtime während der Veranstaltung twittern oder bloggen zu können bedarf es eines Onlinezugangs. Dank iPhone und iPad mit W-Lan kein Problem, doch wenn der W-Lan Anschluss für 2 Stunden 12,– EUR kostet und trotz Flatrate kein Handyempfang mit T-Mobile möglich ist, ist das ein schweres Unterfangen 😉

Hier sollte vielleicht in Zukunft darauf geachtet werden, dass Empfang gewährleistet ist. Ein freies W-Lan setze ich bei einer Veranstaltung dieser Kategorie eigentlich voraus. Dass man hier Vouchers vom Veranstaltungshotel erwerben muss, zumal diese preislich meiner Meinung nach recht happig zu Buche schlagen, ist etwas unschön.

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